FAKTEN statt FAKE NEWS | IDEEN #stattJAGD

(c) Alpha STORYTELLING by Kai Kapitän

Link zur Petition: https://www.change.org/krefeldergänse

Update 04.07.2022

Und erneut plant eine Stadt den Abschuss!

Krefeld nimmt sich ein Beispiel an Duisburg, wo angeblich nach 11 (in Worten: elf!) Jahren langsam ein Erfolg der Bejagung festgestellt worden sein will.

Zum Vergleich: Düsseldorf hat diesen Erfolg bereits nach vier Jahren belegen können – und dies ohne Mord und Totschlag, sondern alleine durch die Eientnahme! Und auch in Neuss konnte die Notpfote in der Saison 2022 die Bruterfolge bereits im ersten Anlauf um die Hälfte reduzieren (s.u.)!

Mit geschmacklosen Texten wie dem im Bildhintergrund begleitet ein Pressevertreter der Rheinischen Post – Beschwerde beim Presserat liegt bereits vor! – das Bestreben der Stadt Krefeld, den Elfrather See vom Naturidyll in ein profitables Freizeitgelände zu verwandeln. Die Stadtverwaltung hat der Politik dazu ein Bündel von Maßnahmen vorgeschlagen:

Es soll eine reguläre Bejagung der Gänse während der Jagdzeit vom 16. Juli bis 31. Januar zu unterschiedlichen Zeiten geben. […]
Ferner sollen Bruteier mit Beginn der Brutsaison Anfang April ausgetauscht werden. Die mit einem Betretungsverbot versehenen Vogelschutzinseln sollen dabei zunächst ausgespart werden, um zu prüfen, ob das Absammeln auf den übrigen Flächen ausreichend ist.
Auch sollen mehrmals pro Woche ab Anfang/Mitte Mai eines Jahres Vergrämungsabschüsse auf Gössel auf solchen Flächen vorgenommen werden, auf denen Gänse nicht erwünscht sind. […] Am ehemaligen Badesee soll ferner unter Beachtung der Brutzeit eine temporäre Hundefreilaufwiese eingerichtet werden.

Hervorhebung durch uns, Quelle:  Homepage Krefeld.de

Erste Kontaktaufnahme mit der Stadt – aber auch mit den Tierschutzkollegen und der Presse – ist abgeschlossen. Nun schauen wir, was an Response kommt. Unsere Planungen sind im Gang – bleibt gespannt, wir halten Euch auf dem laufenden…! Solange zeichnet und teilt bitte die Petition – die Gänse zählen auf Euch!

Ihr könnt auch dem Oberbürgermeister der Stadt Krefeld, Frank Meyer, Eure Meinung schreiben – ein KLICK genügt. Anrufen geht natürlich auch unter 0 21 51 / 86-1003

Neben dem Oberbürgermeister stehen auch die Umweltdezernentin Frau Sabine Lauxen (E-Mail: sabine.lauxen@krefeld.de, 0 21 51 / 86-1060). die Ratsfrau Julia Müller, Grüne (umweltpolitische Sprecherin, gruene-fraktion@krefeld.de) , die SPD Fraktion Krefeld (spd-fraktion@krefeld.de), die CDU Fraktion Krefeld (cdu-fraktion@krefeld.de) und die FDP Fraktion Krefeld (fdp-fraktion@Krefeld.de) für Fragen / Anregungen bereit…

 

PS
Einen schönen Text haben wir diese Woche auf Kopie erhalten, den wir als Inspirationsvorlage hier teilen dürfen. Danke Britta!

Sehr geehrter Herr Meyer,
mit großem Entsetzen verfolge ich die Berichterstattung über Ihre geplanten Maßnahmen gegen die
Gänse am Elfrather See. Ich finde kaum Worte für das, was die Stadt Krefeld den Wildgänsen am
Elfrather See antun will.
Seit vielen Jahren leben die liebenswerten Langhälse an einem See in Krefeld mit ihren Kindern, der
Familie, der Gänseschar. Viele Menschen mögen sie, andere stören sich an den Vögeln. Zur Erholung am
Elfrather See gehört vor allem das Naturerlebnis und zur Natur an einem See selbstverständlich auch
Gänse.
Es macht mich fassungslos, wenn ich lese, wie massiv man gegen die friedlichen Vögel vorgehen, sie in
großem Stil abschießen will und sogar vor dem Abschuss von Gösseln – den kleinen Gänsekindern -
keinen Halt machen will ("auch sollen mehrmals pro Woche ab Anfang/Mitte Mai eines Jahres
Vergrämungsabschüsse auf Gössel ... vorgenommen werden“, zu lesen auf krefeld.de). Ich kann mir
kaum vorstellen, dass die Stadt Krefeld überhaupt jemanden finden wird, der bereit sein wird, diese
Maßlosigkeit in die Tat umzusetzen.
Diese Maßnahmen als Vergrämungsmaßnahmen zu verkaufen, ist verlogen. Möglicherweise belügen Sie
sich dabei selbst, um ihr Gewissen zu beruhigen. Nein, die Gänse sollen nicht vergrämt werden! Wo
sollen sie denn auch hin? Wahr ist: die Krefelder Gänse sollen massiv vernichtet werden, und das einzig
und allein aus wirtschaftlichen Interessen.
Ich frage mich, ob Ihnen das bewusst war, als sie dieser Maßnahme zugestimmt haben.
• Ist Ihnen bewusst, das Gänse so heimatverbunden sind, dass eine Vergrämung vom Brutplatz
nahezu unmöglich ist? Sie werden immer wieder zurückkehren, weil es ihr Lebensraum ist.
• Ist Ihnen bewusst, dass Gänse ein enges Familien- und Sozialleben führen, sie nur im Kreise ihrer
Angehörigen glücklich und zufrieden leben können?
• Ist Ihnen bewusst, dass Gänse lange trauern, wenn sie ihren Partner verlieren?
• Ist Ihnen bewusst, dass Gänseeltern ihren Nachwuchs ein ganzes Jahr führen und anleiten, die
Gänsekinder noch lange auf ihre Eltern und die Schar angewiesen sind?
• Ist Ihnen bewusst, dass bei der Jagd auf Gänse das Töten führender Elternteile billigend in Kauf
genommen wird, was selbst bei Jägern als unwaidmännisch gilt?
• Ist Ihnen bewusst, dass viele Gänse bei einer Jagd "nur" angeschrotet werden – und sie noch
lange mit erheblichen Schmerzen weiterleben müssen?
• Ist Ihnen bewusst, dass es auch viele Menschen gibt, für die die Gänse zum Naturerlebnis dazu
gehören?
Ist Ihnen das alles egal? Stellen Sie keine ethischen Ansprüche an ihr eigenes Leben und das ihrer
Mitgeschöpfe? Können Sie abends noch in den Spiegel gucken und sagen "Ja, ich mache die Welt jeden
Tag ein Stückchen besser?". Drückt Sie kein schlechtes Gefühl, wenn Sie Ihre Entscheidungen auf rein
wirtschaftliche Interessen beschränken und den Anspruch auf ein würdiges Leben der Tiere dabei
ausblenden? Denken Sie bitte darüber nach.
Ich bitte Sie und die Stadt Krefeld inständig, die grausame und sinnlose Tötung der Gänse zu stoppen!
Die Wildvögel haben ihre Daseinsberechtigung, auch wenn sie Dreck machen. Es ist auch egal, ob dort 50
oder 500 Gänse leben – es wird immer Menschen geben, die sich an ihnen stören werden.
Wenn die Gänse keine Dreck machen, dann treten die Menschen an ihre Stelle – und der Müll, den
Menschen hinterlassen, ist in der Regel nicht biologisch abbaubar, die Reinigung der Flächen mindestens
genauso aufwändig.
Es muss auch am Elfrather See möglich sein, dass Menschen und Gänse sich arrangieren. Tierschutz
steht als Staatsziel im Grundgesetz – und die Menschen werden sich dessen auch immer bewusster. Die
geplante massenhafte Tötung von Gänsen in Krefeld ist ethisch nicht vertretbar, grausam und auch nicht
als angebliche Vergrämungsmaßnahme schönzureden.
Es gibt viele Tierfreunde, die sich für verletzte Gänse einsetzen, Geld und Zeit investieren, um ihnen ein
langes, schönes Leben zu ermöglichen. Dass die Stadt Krefeld diese Tiere einfach so abschießen lassen
will, ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die den Anspruch haben, dass auch Wildtiere ein Recht auf Leben
haben, für die Tierschutz nicht nur leere Worthülsen sind.
Die aktuelle Berichterstattung über die versuchte Rettung der Schwanenmutter am Elfrather See haben
Sie möglicherweise mitverfolgt (Westdeutsche Zeitung, Rheinische Post, Bildzeitung usw.). Auch wenn
die Schwänin letztendlich gestorben ist, so steht es doch in erheblichem Widerspruch, sich für die
Rettung der Schwäne einzusetzen und ihre nahen Verwandten, die Gänse, auf behördliche Anordnung
töten zu lassen.
Politiker zu sein, heißt Verantwortung zu tragen. Wollen Sie wirklich verantwortlich sein für so viel
Tierleid?

Update 25.05.2022

Es ist geschafft!

Ein 12-köpfiges Team der Notpfote ist nun biologisch geschult und städtisch beauftragt, die Eientnahme im Neusser Stadtgarten durchzuführen. Zusammen mit der Biologin Gianna Schon, die bereits in Düsseldorf das Gänsemanagement erfolgreich unterstützt hat und beaufsichtigt vom Jagdpächter sind wir unter Leitung des Gartenamtes ertüchtigt worden, die Eientnahme in den knapp 20 Gelegen der Kanadagänse an fünf Terminen innerhalb der Brut- und Setzzeit durchzuführen. Dies konnte zum Pressetermin erfolgreich präsentiert werden

Update 20.03.2022

Es gibt Gespräche!

Wir haben uns mit der Stadt zusammengesetzt und unsere Vorschläge schienen nicht ganz unvernünftig zu sein – wir werden sehen, was daraus wird 😉

Update 15.12.2021

Wie aus gewöhnlich gut informierten Kreisen eben verlautbart wurde, lässt die Stadt „aus aktuellem Anlass“ mitteilen, dass „die Bejagung der Kanadagänse durch Abschuss für die laufende Jagdsaison zurückgestellt“ wird!

„Dies geschieht auch, um im Interesse des Tierschutzes alle Möglichkeiten des Gänsemanagements, die nicht mit der Tötung von Tieren verbunden sind, auszuschöpfen.“
Diese Entscheidung fußt auf dem Begleitschreiben der „Genehmigung zur Unfruchtbarmachung bzw. der Entnahme von Gelegen der Kanadagans“ die die Untere Jagdbehörde des Rhein-Kreises Neuss der Stadt Neuss bereits am 18.11.21(!) erteilte.
Wir bedanken uns bei den Entscheidungsträgern der Stadt Neuss und all den tausenden Unterstützern – auch und besonders im Namen der Neusser Gänse und ihrer Freunde!
PS
Über die „weiteren geplanten Maßnahmen“ werden wir zukünftig mit der Stadt sprechen, also bleibt uns gewogen und folgt unseren Medien!

Infostand Neusser Rathaus

Update 13.12.2021

Aufruf zum Infostand

Das Unterschreiben unserer Petition bei Campact ist derzeit wg. einer globalen Sicherheitslücke, die sehr viele Systeme weltweit betrifft nicht jederzeit möglich 🙁
Bitte nutzen Sie inzwischen die Petition unserer Kollegen der Tierschutzpartei für das selbe Anliegen auf https://www.change.org/p/rat-der-stadt-neuss-keine-g%C3%A4nsejagd-im-stadtgarten-neuss-f%C3%BCr-eine-tierschutzgerechte-populationskontrolle

Sie wollen selber aktiv Unterschriften zu sammeln? Drucken Sie sich die Unterschriftenliste aus:
Sie wollen mehr zu unseren tierischen Nachbarn erfahren? Schauen Sie unter notpfote.de/gaia nach…

Update 10.12.2021

Trotz mehrfacher Nachfrage bei der Unteren Jagdbehörde, dem Ordnungsamt, dem Grünflächenamt und dem Umweltamt, der Polizei sowie dem Bürgermeister Reiner Breuer persönlich erhalten wir seit dem 12.11.21 keine Antworten auf unsere Fragen nach dem Termin für den Jagdbeginn oder weiteren Einzelheiten. Dies obwohl die Behörden nach dem Informationsfreiheitsgesetz und Umweltinformationsgesetz verpflichtet sind, Auskunft zu erteilen.

Vielleicht liegt es ja an uns, dass wir keine Antwort erhalten.

Darum bitten wir SIE ALS BÜRGER, diese Fragen ebenfalls an die entsprechenden Parteien zu stellen und uns gern die erhaltenen Antworten weiterzuleiten.

Unser Schreiben lautete:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Mit Bezug auf die geplante Bejagung der Kanadagänse im Stadtgarten Neuss stellen wir als Neusser Bürger folgende Anfrage nach dem IFG und UIG NRW:

  1. An welchem Tag / welchen Tagen wird die Bejagung stattfinden?
  2. Wie hoch ist die intern geplante Anzahl der zu tötenden Tiere?
  3. Wie hoch sind die voraussichtlichen Kosten für eine intensive Bejagung für die Stadt Neuss?
  4. Wurden Gutachten/Expertisen von anerkannten Natur- und/oder Umweltverbänden zum Gänsemanagement herangezogen?
  5. Wie lauteten die Empfehlungen zum Gänsemanagement der Natur- und/oder Umweltverbände für die Stadt Neuss?
  6. Ist neben den Gänsen die Bejagung weiterer sogenannter „invasiver Tierarten“ in Neuss geplant?

Weiterhin erbitten wir Einblick in die Sitzungsprotokolle des Umweltausschusses und des Fachbereiches Stadtgrün der Stadt Neuss, in denen vor der Entscheidung zur Bejagung ein tierleidfreies Gänsemanagement erarbeitet wurde.  Wir verweisen auf die gesetzliche Auskunftspflicht. Bitte bestätigen Sie uns umgehend den Erhalt unserer E-Mail.

Mit tierfreundlichen Grüßen

Diesen Text dürfen Sie sich zu eigen machen!

Mit einem Klick auf die folgenden Links öffnet sich Ihr bevorzugtes Mailprogramm und Sie brauchen nur noch Ihren Namen darunter zu setzen und abzuschicken:

Alle Jahre wieder….

… versucht die Stadt Neuss – wie viele andere in der Vergangenheit auch – die Verschmutzung ihrer Stadtparks durch Gänsekot mit einer Bejagung der Verursacher zu verhindern. Dies hat erwiesenermaßen keinen Erfolg. Die Erfahrungen anderer Städte wie Düsseldorf geben den Expertenanalysen recht: die einzige dauerhafte Regulation einer Population kann nur durch gezielten Eieraustausch realisiert werden.  Und gegen den „Bio-Dreck“ der Gänse hilft nur die Kehrmaschine – oder ein paar Arbeitsplätze für Fächerbesenbenutzer. Mehr Info unten oder direkt zur Petition?

Petitionsaufruf gegen die Erschießung der Gänse im Neusser Stadtpark | (c) StelaSoul

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein paar Missverständnisse fake news, die durch Presse und Politik gebetsmühlenartig wiederholt werden:

Kanadagänse sind invasiv

Falsch! die Kanadagans ist eine fest etablierte Art und damit ein auch gesetzlich geschützter Bestandteil der einheimischen Vogelwelt.

Kanadagänse sind aggressiv

Falsch! Sie kommunizieren einfach gern. Und Parkgänse suchen die Nähe des Menschen, weil sie an Futter gewöhnt wurden. Sie zischen selbst wenn sie gefüttert werden. Auch, wenn sie Junge (Gössel) haben, lassen sie sich leicht auf Abstand halten, indem man mit dem Zeigefinger auf ihre Brust zeigt und einen kleinen Schritt auf sie zu macht

Gänsekot lässt Gewässer umkippen

Falsch! Neben der Lichteinstrahlung sind Brotreste und Tiernahrung die größten Verursacher von Algenwachstum in Gewässern. Der Kot der Gänse begünstigt dieses Wachstum, hat aber einen eher geringen Anteil – zumal sich Gänse als Weidetiere den größten Teil des Tages auf der Wiese aufhalten.

Gänsekot ist gesundheitsschädlich

Falsch! Gänse sind Vegetarier und hinterlassen gemahlenes Gras. Für die häufig geäußerte Befürchtung, dass die Gänse über ihren Kot gefährliche Krankheiten verbreiteten oder die Gewässer zum Umkippen bringen würden, fanden Studien keine Belege.
In Nordrhein-Westfalen ließen die Behörden zudem die Frage untersuchen, ob die Gänse Krankheiten auf Menschen übertragen können. Dazu wurde eine dreistellige Zahl von Eiern mikrobiologisch auf Erreger und Antikörper untersucht. »Es konnten keine Erreger von Infektionskrankheiten nachgewiesen werden, die eine akute Gefährdung der Gesundheit von Menschen darstellen«, fassen die Autoren das Ergebnis ihrer Untersuchung zusammen.

Gänse sind zuviele

Falsch! Die Natur kennt keine Überpopulation. Jedes Ökosystem – bis auf den Menschen – reguliert sich selbst. Wenn Mensch es zulässt. Die Gänsepaare, die man mit bis zu 20 Gösseln in Kolonien spazierengehen sieht, führen so genannte Kindergärten. Die hoch sozialen Tiere unterstützen sich nämlich gegenseitig bei der Aufzucht ihrer Brut und kümmern sich um die Kinder ihrer Verwandschaft. Wird der Platz jedoch zu knapp, fahren sie die Reproduktion herunter.

Gänse verdrängen heimische Wasservögel

Falsch! Es gibt überhaupt keine Belege dafür, dass Gänse andere Arten verdrängen. „Gans im Gegenteil“ profitieren die Arten sogar von der Wachsamkeit der Gänse. Eine Ente, die in der Nähe der Gans ihr Nest baut, hat ihre „gans persönliche“ Alarmanlage.

Die Bejagung ist die „Ultima Ratio“

Falsch! Bejagung hat überhaupt nichts mit Ratio (Vernunft) zu tun. Selbst wenn die Stadt alle anderen möglichen Maßnahmen ausgeschöpft hätte – was sie nachweislich nicht getan hat* – ist die Bejagung aus folgenden Gründen weder sinnvoll noch vernünftig:

  • Gemäß Jagdgesetz wird nur auf fliegende Gänse geschossen, dabei wird meist hochgiftiges Bleischrot verwendet. Das ist nicht nur wegen der Verseuchung der Böden mit Blei problematisch.
  • Es ist praktisch unmöglich, exakt auf einen fliegenden Vogel zu schießen. Wenn man mitten in einen Vogelschwarm schießt, verletzt man einen Großteil der Tiere nur. Sie sterben früher oder später qualvoll an den Folgen des Beschusses.
  • Die kleinen Metallkugeln werden von gründelnden Enten o. Gänsen bei der Nahrungssuche aufgenommen, verbleiben oft im Verdauungstrakt und vergiften die Vögel nach und nach.
  • Vergiftete Vögel können dadurch eine Gefahr für Beutegreifer sein.
  • Auf unnatürliche Weise dezimierte Populationen streben danach, die Verluste wieder auszugleichen: die Vermehrung nimmt zu. Es entsteht ein widernatürlicher Kreislauf.
Besonderheit einer Jagd im Stadtgarten Neuss:
  • Rund um den Stadtgarten gibt es eine vollständig geschlossene Wohnbebauung. Auch Kindergärten gehören zu den direkten Anliegern. Traumatisierte oder anderweitig verletzte Kinder und erwachsene Anwohner durch herabstürzende blutige Tierkörper in Schulen und Gärten sind die Folge!
  • Der Lärm der Schüsse einer Treibjagd schreckt auch alle anderen Wildtiere auf und veranlasst freilaufende Hunde zur Flucht auf die umgebenden Straßen.

Die Lösung

Unsere angestrebte Lösung, die wir mit Experten aus unterschiedlichsten Bereichen zusammen erarbeitet haben, sieht folgendes vor:
  • Als kurzfristige Lösung eine Relokation (Umsiedlung) überzähliger Bestände an andere Orte
  • Als mittelfristige Lösung können alte Mauserplätze unattraktiv gemacht werden (evtl. m. Droneneinsatz)
  • Als langfristige Lösung hilft eine Reduktion der Gelege durch Ei-Austausch
  • Flankiert werden diese Ansätze durch Schaffung neuer Arbeitsplätze im Bereich der Flächenreinigung

Bitte helfen Sie

  • der Stadt, eine vernünftige Lösung zu wählen
  • unseren Kindern, Tieren mit Respekt und Liebe begegnen zu können
  • den liebevollen Gänsefamilien, friedvoll mit den anderen Neusser Bürgern zusammenzuleben
  • uns, die Stadt Neuss und ihre Tiere wieder zusammenzubringen

Unterschreiben Sie die Petition online auf https://weact.campact.de/petitions/keine-gansejagd-in-der-stadt

Sie wollen selber aktiv Unterschriften zu sammeln? Drucken Sie sich die Unterschriftenliste aus:
Sie wollen mehr zu unseren tierischen Nachbarn erfahren? Schauen Sie unter notpfote.de/gaia nach…

Danke fürs Lesen und hoffentlich Bis Bald in einem sauberen Gänse-Park!

 

* Die einzige von der Stadt „konsequent“ durchgeführte Maßnahme zur Populationskontrolle war die erfolglose Belegung der Insel im Jröne Meerke mit Reisig im Jahr 2014.