Kastrations-Aktionen

Die Situation der Straßenhunde und –katzen in Ungarn, Rumänien und Spanien ist vielerorts dramatisch. Unsere ausländischen Partnertierheime kämpfen täglich mit der steigenden Zahl an herrenlosen und notleidenden Tieren und müssen oft hilflos zusehen, wie viele dieser Tiere, die entweder auf der Straße geboren oder ausgesetzt wurden, an Hunger und fehlender medizinischer Versorgung sterben.

Die meist unkastrierten Tiere vermehren sich rasant. Die örtlichen Tierheime sind völlig überfüllt und es fehlen oft die Mittel, um selbst diese Tiere mit dem Nötigsten zu versorgen. Das Leben in den überbesetzten Zwingern bedeutet für die Tiere enormen Stress, nicht selten kommt es zu tödlichen Beißereien. Die starke Überfüllung zieht immer wieder örtliche Euthanasie-Erlasse nach sich, mit denen die Städte durch massenhaftes qualvolles Töten erfolglos versuchen der Lage Herr zu werden.

Viele der Tiere haben in ihren Heimatländern keine Chance auf Vermittlung und genau diese Tiere holen wir nach Deutschland und vermitteln sie hier in ein schönes und passendes Zuhause. Doch jeder so frei gewordene Platz wird sofort wieder von einem der vielen bedürftigen Tiere gefüllt, sodass allein durch die Ausfuhr der Tiere keine nachhaltige Verbesserung der Lage vor Ort erreicht werden kann.

Wir führen deshalb Kastrationsprojekte #NeuterNow durch, das heißt wir reisen in die entsprechenden Gebiete und fangen und kastrieren (catch, spay/neuter, release) Straßenhunde und -katzen, um sie später wieder auszusetzen – wenn es die Gesetzeslage zulässt. Wir arbeiten mit den ortsansässigen Tierärzten und Organisationen zusammen, teilweise mit einem Team von deutschen Tierärzten.

Parallel betreiben wir Aufklärungsarbeit, denn das Kastrieren von Hunden und Katzen ist vor Ort wenig verbreitet und die Notwendigkeit dieser Maßnahme zur langfristigen Eindämmung der Population wird von der ansässigen Bevölkerung noch oft verkannt. Zusammen mit den lokalen Ämtern und Medien wird in ausgewählten Regionen ein Großteil des ansässigen Tierheim-Bestandes, sowie temporär eingesammelter Straßentiere kastriert/sterilisiert und gleichzeitig die Bevölkerung über die Wichtigkeit dieser Maßnahme informiert. Darüberhinaus wird bedürftigen Privatpersonen in den jeweiligen Tierheimen eine kostenlose Kastration ihres Tieres angeboten, was nicht nur die Wahrnehmung der Problematik erhöht, sondern auch die Fluktuation in den mitwirkenden Tierheimen fördert und so vielen Tieren eine weitere Chance auf inländische Adoption bietet.

Zur Durchführung unserer Kastrationsprojekte sind wir auf finanzielle Mittel von 20.000€ pro Jahr angewiesen und würden uns riesig über eine Unterstützung freuen, um das Leid der Straßentiere nachhaltig verringern und die Lage vor Ort langfristig zu verbessern zu können.

 

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