FAKTEN statt FAKE NEWS | IDEEN #stattJAGD

Update 14.06.2023

Erneut Trauerspiel in Neuss

Nachdem die Stadt mit uns zusammen erfolgreich die Kontrolle der Kanadagans-Gelege im Stadtgarten umgesetzt hat, ohne dabei Tiere ermorden zu mĂŒssen, kommt jetzt die Neusser CDU auf die Idee, einen neuen Antrag auf Bejagung im Umweltausschuss einzureichen.
Erneut möchten sie prĂŒfen lassen, ob eventuell der Abschluss der GĂ€nse wie in Krefeld vielleicht doch effektiver sei. 😒

Wir verstehen nicht, wie diese Leute auf solche Ideen kommen, wenn man auch erfolgreich tierschutzkonforme Maßnahmen einsetzen kann, so wie es Köln und DĂŒsseldorf auch tun.

Wir Menschen mĂŒssen lernen, mit Tieren zusammen auf diesem Planeten zu leben.

Es gibt keine Überpopulation bei den Tieren, nur bei uns Menschen!

Sehr traurig, was die CDU in ihrer Selbstfindung da wieder fabriziert. Wir werden, falls dieser Antrag durchgeht oder der Abschuss wieder als Option akzeptiert werden sollte, erneut alle Maßnahmen einleiten, um dieses zu verhindern.

Update 04.07.2022

Und erneut plant eine Stadt den Abschuss!

Krefeld nimmt sich ein Beispiel an Duisburg, wo angeblich nach 11 (in Worten: elf!) Jahren langsam ein Erfolg der Bejagung festgestellt worden sein will.

Zum Vergleich: DĂŒsseldorf hat diesen Erfolg bereits nach vier Jahren belegen können – und dies ohne Mord und Totschlag, sondern alleine durch die Eientnahme! Und auch in Neuss konnte die Notpfote in der Saison 2022 die Bruterfolge bereits im ersten Anlauf um die HĂ€lfte reduzieren (s.u.)!

Mit geschmacklosen Texten wie dem im Bildhintergrund begleitet ein Pressevertreter der Rheinischen Post – Beschwerde beim Presserat liegt bereits vor! – das Bestreben der Stadt Krefeld, den Elfrather See vom Naturidyll in ein profitables FreizeitgelĂ€nde zu verwandeln. Die Stadtverwaltung hat der Politik dazu ein BĂŒndel von Maßnahmen vorgeschlagen:

Es soll eine regulĂ€re Bejagung der GĂ€nse wĂ€hrend der Jagdzeit vom 16. Juli bis 31. Januar zu unterschiedlichen Zeiten geben. […]
Ferner sollen Bruteier mit Beginn der Brutsaison Anfang April ausgetauscht werden. Die mit einem Betretungsverbot versehenen Vogelschutzinseln sollen dabei zunĂ€chst ausgespart werden, um zu prĂŒfen, ob das Absammeln auf den ĂŒbrigen FlĂ€chen ausreichend ist.
Auch sollen mehrmals pro Woche ab Anfang/Mitte Mai eines Jahres VergrĂ€mungsabschĂŒsse auf Gössel auf solchen FlĂ€chen vorgenommen werden, auf denen GĂ€nse nicht erwĂŒnscht sind. […] Am ehemaligen Badesee soll ferner unter Beachtung der Brutzeit eine temporĂ€re Hundefreilaufwiese eingerichtet werden.

Hervorhebung durch uns, Quelle:  Homepage Krefeld.de

Erste Kontaktaufnahme mit der Stadt – aber auch mit den Tierschutzkollegen und der Presse – ist abgeschlossen. Nun schauen wir, was an Response kommt. Unsere Planungen sind im Gang – bleibt gespannt, wir halten Euch auf dem laufenden…! Solange zeichnet und teilt bitte die Petition – die GĂ€nse zĂ€hlen auf Euch!

Link zur Petition: https://www.change.org/krefeldergÀnse

Ihr könnt auch dem OberbĂŒrgermeister der Stadt Krefeld, Frank Meyer, Eure Meinung schreiben – ein KLICK genĂŒgt. Anrufen geht natĂŒrlich auch unter 0 21 51 / 86-1003

Neben dem OberbĂŒrgermeister stehen auch die Umweltdezernentin Frau Sabine Lauxen (E-Mail: sabine.lauxen@krefeld.de, 0 21 51 / 86-1060). die Ratsfrau Julia MĂŒller, GrĂŒne (umweltpolitische Sprecherin, gruene-fraktion@krefeld.de) , die SPD Fraktion Krefeld (spd-fraktion@krefeld.de), die CDU Fraktion Krefeld (cdu-fraktion@krefeld.de) und die FDP Fraktion Krefeld (fdp-fraktion@Krefeld.de) fĂŒr Fragen / Anregungen bereit…

 

PS
Einen schönen Text haben wir diese Woche auf Kopie erhalten, den wir als Inspirationsvorlage hier teilen dĂŒrfen. Danke Britta!

Sehr geehrter Herr Meyer,
mit großem Entsetzen verfolge ich die Berichterstattung ĂŒber Ihre geplanten Maßnahmen gegen die
GĂ€nse am Elfrather See. Ich finde kaum Worte fĂŒr das, was die Stadt Krefeld den WildgĂ€nsen am
Elfrather See antun will.
Seit vielen Jahren leben die liebenswerten LanghÀlse an einem See in Krefeld mit ihren Kindern, der
Familie, der GÀnseschar. Viele Menschen mögen sie, andere stören sich an den Vögeln. Zur Erholung am
Elfrather See gehört vor allem das Naturerlebnis und zur Natur an einem See selbstverstÀndlich auch
GĂ€nse.
Es macht mich fassungslos, wenn ich lese, wie massiv man gegen die friedlichen Vögel vorgehen, sie in
großem Stil abschießen will und sogar vor dem Abschuss von Gösseln – den kleinen GĂ€nsekindern -
keinen Halt machen will ("auch sollen mehrmals pro Woche ab Anfang/Mitte Mai eines Jahres
VergrĂ€mungsabschĂŒsse auf Gössel ... vorgenommen werden“, zu lesen auf krefeld.de). Ich kann mir
kaum vorstellen, dass die Stadt Krefeld ĂŒberhaupt jemanden finden wird, der bereit sein wird, diese
Maßlosigkeit in die Tat umzusetzen.
Diese Maßnahmen als VergrĂ€mungsmaßnahmen zu verkaufen, ist verlogen. Möglicherweise belĂŒgen Sie
sich dabei selbst, um ihr Gewissen zu beruhigen. Nein, die GÀnse sollen nicht vergrÀmt werden! Wo
sollen sie denn auch hin? Wahr ist: die Krefelder GĂ€nse sollen massiv vernichtet werden, und das einzig
und allein aus wirtschaftlichen Interessen.
Ich frage mich, ob Ihnen das bewusst war, als sie dieser Maßnahme zugestimmt haben.
‱ Ist Ihnen bewusst, das GĂ€nse so heimatverbunden sind, dass eine VergrĂ€mung vom Brutplatz
nahezu unmöglich ist? Sie werden immer wieder zurĂŒckkehren, weil es ihr Lebensraum ist.
‱ Ist Ihnen bewusst, dass GĂ€nse ein enges Familien- und Sozialleben fĂŒhren, sie nur im Kreise ihrer
Angehörigen glĂŒcklich und zufrieden leben können?
‱ Ist Ihnen bewusst, dass GĂ€nse lange trauern, wenn sie ihren Partner verlieren?
‱ Ist Ihnen bewusst, dass GĂ€nseeltern ihren Nachwuchs ein ganzes Jahr fĂŒhren und anleiten, die
GĂ€nsekinder noch lange auf ihre Eltern und die Schar angewiesen sind?
‱ Ist Ihnen bewusst, dass bei der Jagd auf GĂ€nse das Töten fĂŒhrender Elternteile billigend in Kauf
genommen wird, was selbst bei JÀgern als unwaidmÀnnisch gilt?
‱ Ist Ihnen bewusst, dass viele GĂ€nse bei einer Jagd "nur" angeschrotet werden – und sie noch
lange mit erheblichen Schmerzen weiterleben mĂŒssen?
‱ Ist Ihnen bewusst, dass es auch viele Menschen gibt, fĂŒr die die GĂ€nse zum Naturerlebnis dazu
gehören?
Ist Ihnen das alles egal? Stellen Sie keine ethischen AnsprĂŒche an ihr eigenes Leben und das ihrer
Mitgeschöpfe? Können Sie abends noch in den Spiegel gucken und sagen "Ja, ich mache die Welt jeden
Tag ein StĂŒckchen besser?". DrĂŒckt Sie kein schlechtes GefĂŒhl, wenn Sie Ihre Entscheidungen auf rein
wirtschaftliche Interessen beschrĂ€nken und den Anspruch auf ein wĂŒrdiges Leben der Tiere dabei
ausblenden? Denken Sie bitte darĂŒber nach.
Ich bitte Sie und die Stadt Krefeld instÀndig, die grausame und sinnlose Tötung der GÀnse zu stoppen!
Die Wildvögel haben ihre Daseinsberechtigung, auch wenn sie Dreck machen. Es ist auch egal, ob dort 50
oder 500 GĂ€nse leben – es wird immer Menschen geben, die sich an ihnen stören werden.
Wenn die GĂ€nse keine Dreck machen, dann treten die Menschen an ihre Stelle – und der MĂŒll, den
Menschen hinterlassen, ist in der Regel nicht biologisch abbaubar, die Reinigung der FlÀchen mindestens
genauso aufwÀndig.
Es muss auch am Elfrather See möglich sein, dass Menschen und GÀnse sich arrangieren. Tierschutz
steht als Staatsziel im Grundgesetz – und die Menschen werden sich dessen auch immer bewusster. Die
geplante massenhafte Tötung von GÀnsen in Krefeld ist ethisch nicht vertretbar, grausam und auch nicht
als angebliche VergrĂ€mungsmaßnahme schönzureden.
Es gibt viele Tierfreunde, die sich fĂŒr verletzte GĂ€nse einsetzen, Geld und Zeit investieren, um ihnen ein
langes, schönes Leben zu ermöglichen. Dass die Stadt Krefeld diese Tiere einfach so abschießen lassen
will, ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die den Anspruch haben, dass auch Wildtiere ein Recht auf Leben
haben, fĂŒr die Tierschutz nicht nur leere WorthĂŒlsen sind.
Die aktuelle Berichterstattung ĂŒber die versuchte Rettung der Schwanenmutter am Elfrather See haben
Sie möglicherweise mitverfolgt (Westdeutsche Zeitung, Rheinische Post, Bildzeitung usw.). Auch wenn
die SchwĂ€nin letztendlich gestorben ist, so steht es doch in erheblichem Widerspruch, sich fĂŒr die
Rettung der SchwÀne einzusetzen und ihre nahen Verwandten, die GÀnse, auf behördliche Anordnung
töten zu lassen.
Politiker zu sein, heißt Verantwortung zu tragen. Wollen Sie wirklich verantwortlich sein fĂŒr so viel
Tierleid?

Update 25.05.2022

Es ist geschafft!

Ein 12-köpfiges Team der Notpfote ist nun biologisch geschult und stĂ€dtisch beauftragt, die Eientnahme im Neusser Stadtgarten durchzufĂŒhren. Zusammen mit der Biologin Gianna Schon, die bereits in DĂŒsseldorf das GĂ€nsemanagement erfolgreich unterstĂŒtzt hat und beaufsichtigt vom JagdpĂ€chter sind wir unter Leitung des Gartenamtes ertĂŒchtigt worden, die Eientnahme in den knapp 20 Gelegen der KanadagĂ€nse an fĂŒnf Terminen innerhalb der Brut- und Setzzeit durchzufĂŒhren. Dies konnte zum Pressetermin erfolgreich prĂ€sentiert werden

Update 20.03.2022

Es gibt GesprÀche!

Wir haben uns mit der Stadt zusammengesetzt und unsere VorschlĂ€ge schienen nicht ganz unvernĂŒnftig zu sein – wir werden sehen, was daraus wird 😉

Update 15.12.2021

Wie aus gewöhnlich gut informierten Kreisen eben verlautbart wurde, lĂ€sst die Stadt „aus aktuellem Anlass“ mitteilen, dass „die Bejagung der KanadagĂ€nse durch Abschuss fĂŒr die laufende Jagdsaison zurĂŒckgestellt“ wird!

„Dies geschieht auch, um im Interesse des Tierschutzes alle Möglichkeiten des GĂ€nsemanagements, die nicht mit der Tötung von Tieren verbunden sind, auszuschöpfen.“
Diese Entscheidung fußt auf dem Begleitschreiben der „Genehmigung zur Unfruchtbarmachung bzw. der Entnahme von Gelegen der Kanadagans“ die die Untere Jagdbehörde des Rhein-Kreises Neuss der Stadt Neuss bereits am 18.11.21(!) erteilte.
Wir bedanken uns bei den EntscheidungstrĂ€gern der Stadt Neuss und all den tausenden UnterstĂŒtzern – auch und besonders im Namen der Neusser GĂ€nse und ihrer Freunde!
PS
Über die „weiteren geplanten Maßnahmen“ werden wir zukĂŒnftig mit der Stadt sprechen, also bleibt uns gewogen und folgt unseren Medien!

Infostand Neusser Rathaus

Update 13.12.2021

Aufruf zum Infostand

Das Unterschreiben unserer Petition bei Campact ist derzeit wg. einer globalen SicherheitslĂŒcke, die sehr viele Systeme weltweit betrifft nicht jederzeit möglich 🙁
Bitte nutzen Sie inzwischen die Petition unserer Kollegen der Tierschutzpartei fĂŒr das selbe Anliegen auf https://www.change.org/p/rat-der-stadt-neuss-keine-g%C3%A4nsejagd-im-stadtgarten-neuss-f%C3%BCr-eine-tierschutzgerechte-populationskontrolle

Sie wollen selber aktiv Unterschriften zu sammeln? Drucken Sie sich die Unterschriftenliste aus:
Sie wollen mehr zu unseren tierischen Nachbarn erfahren? Schauen Sie unter notpfote.de/gaia nach


Update 10.12.2021

Trotz mehrfacher Nachfrage bei der Unteren Jagdbehörde, dem Ordnungsamt, dem GrĂŒnflĂ€chenamt und dem Umweltamt, der Polizei sowie dem BĂŒrgermeister Reiner Breuer persönlich erhalten wir seit dem 12.11.21 keine Antworten auf unsere Fragen nach dem Termin fĂŒr den Jagdbeginn oder weiteren Einzelheiten. Dies obwohl die Behörden nach dem Informationsfreiheitsgesetz und Umweltinformationsgesetz verpflichtet sind, Auskunft zu erteilen.

Vielleicht liegt es ja an uns, dass wir keine Antwort erhalten.

Darum bitten wir SIE ALS BÜRGER, diese Fragen ebenfalls an die entsprechenden Parteien zu stellen und uns gern die erhaltenen Antworten weiterzuleiten.

Unser Schreiben lautete:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Mit Bezug auf die geplante Bejagung der KanadagĂ€nse im Stadtgarten Neuss stellen wir als Neusser BĂŒrger folgende Anfrage nach dem IFG und UIG NRW:

  1. An welchem Tag / welchen Tagen wird die Bejagung stattfinden?
  2. Wie hoch ist die intern geplante Anzahl der zu tötenden Tiere?
  3. Wie hoch sind die voraussichtlichen Kosten fĂŒr eine intensive Bejagung fĂŒr die Stadt Neuss?
  4. Wurden Gutachten/Expertisen von anerkannten Natur- und/oder UmweltverbÀnden zum GÀnsemanagement herangezogen?
  5. Wie lauteten die Empfehlungen zum GĂ€nsemanagement der Natur- und/oder UmweltverbĂ€nde fĂŒr die Stadt Neuss?
  6. Ist neben den GĂ€nsen die Bejagung weiterer sogenannter „invasiver Tierarten“ in Neuss geplant?

Weiterhin erbitten wir Einblick in die Sitzungsprotokolle des Umweltausschusses und des Fachbereiches StadtgrĂŒn der Stadt Neuss, in denen vor der Entscheidung zur Bejagung ein tierleidfreies GĂ€nsemanagement erarbeitet wurde.  Wir verweisen auf die gesetzliche Auskunftspflicht. Bitte bestĂ€tigen Sie uns umgehend den Erhalt unserer E-Mail.

Mit tierfreundlichen GrĂŒĂŸen

Diesen Text dĂŒrfen Sie sich zu eigen machen!

Mit einem Klick auf die folgenden Links öffnet sich Ihr bevorzugtes Mailprogramm und Sie brauchen nur noch Ihren Namen darunter zu setzen und abzuschicken:

Alle Jahre wieder….

… versucht die Stadt Neuss – wie viele andere in der Vergangenheit auch – die Verschmutzung ihrer Stadtparks durch GĂ€nsekot mit einer Bejagung der Verursacher zu verhindern. Dies hat erwiesenermaßen keinen Erfolg. Die Erfahrungen anderer StĂ€dte wie DĂŒsseldorf geben den Expertenanalysen recht: die einzige dauerhafte Regulation einer Population kann nur durch gezielten Eieraustausch realisiert werden.  Und gegen den „Bio-Dreck“ der GĂ€nse hilft nur die Kehrmaschine – oder ein paar ArbeitsplĂ€tze fĂŒr FĂ€cherbesenbenutzer. Mehr Info unten oder direkt zur Petition?

Petitionsaufruf gegen die Erschießung der GĂ€nse im Neusser Stadtpark | (c) StelaSoul

 

 

 

 

 

 

Ein paar MissverstĂ€ndnisse fake news, die durch Presse und Politik gebetsmĂŒhlenartig wiederholt werden:

KanadagÀnse sind invasiv

Falsch! die Kanadagans ist eine fest etablierte Art und damit ein auch gesetzlich geschĂŒtzter Bestandteil der einheimischen Vogelwelt.

KanadagÀnse sind aggressiv

Falsch! Sie kommunizieren einfach gern. Und ParkgĂ€nse suchen die NĂ€he des Menschen, weil sie an Futter gewöhnt wurden. Sie zischen selbst wenn sie gefĂŒttert werden. Auch, wenn sie Junge (Gössel) haben, lassen sie sich leicht auf Abstand halten, indem man mit dem Zeigefinger auf ihre Brust zeigt und einen kleinen Schritt auf sie zu macht

GÀnsekot lÀsst GewÀsser umkippen

Falsch! Neben der Lichteinstrahlung sind Brotreste und Tiernahrung die grĂ¶ĂŸten Verursacher von Algenwachstum in GewĂ€ssern. Der Kot der GĂ€nse begĂŒnstigt dieses Wachstum, hat aber einen eher geringen Anteil – zumal sich GĂ€nse als Weidetiere den grĂ¶ĂŸten Teil des Tages auf der Wiese aufhalten.

GÀnsekot ist gesundheitsschÀdlich

Falsch! GĂ€nse sind Vegetarier und hinterlassen gemahlenes Gras. FĂŒr die hĂ€ufig geĂ€ußerte BefĂŒrchtung, dass die GĂ€nse ĂŒber ihren Kot gefĂ€hrliche Krankheiten verbreiteten oder die GewĂ€sser zum Umkippen bringen wĂŒrden, fanden Studien keine Belege.
In Nordrhein-Westfalen ließen die Behörden zudem die Frage untersuchen, ob die GĂ€nse Krankheiten auf Menschen ĂŒbertragen können. Dazu wurde eine dreistellige Zahl von Eiern mikrobiologisch auf Erreger und Antikörper untersucht. »Es konnten keine Erreger von Infektionskrankheiten nachgewiesen werden, die eine akute GefĂ€hrdung der Gesundheit von Menschen darstellen«, fassen die Autoren das Ergebnis ihrer Untersuchung zusammen.

GĂ€nse sind zuviele

Falsch! Die Natur kennt keine Überpopulation. Jedes Ökosystem – bis auf den Menschen – reguliert sich selbst. Wenn Mensch es zulĂ€sst. Die GĂ€nsepaare, die man mit bis zu 20 Gösseln in Kolonien spazierengehen sieht, fĂŒhren so genannte KindergĂ€rten. Die hoch sozialen Tiere unterstĂŒtzen sich nĂ€mlich gegenseitig bei der Aufzucht ihrer Brut und kĂŒmmern sich um die Kinder ihrer Verwandschaft. Wird der Platz jedoch zu knapp, fahren sie die Reproduktion herunter.

GÀnse verdrÀngen heimische Wasservögel

Falsch! Es gibt ĂŒberhaupt keine Belege dafĂŒr, dass GĂ€nse andere Arten verdrĂ€ngen. „Gans im Gegenteil“ profitieren die Arten sogar von der Wachsamkeit der GĂ€nse. Eine Ente, die in der NĂ€he der Gans ihr Nest baut, hat ihre „gans persönliche“ Alarmanlage.

Die Bejagung ist die „Ultima Ratio“

Falsch! Bejagung hat ĂŒberhaupt nichts mit Ratio (Vernunft) zu tun. Selbst wenn die Stadt alle anderen möglichen Maßnahmen ausgeschöpft hĂ€tte – was sie nachweislich nicht getan hat* – ist die Bejagung aus folgenden GrĂŒnden weder sinnvoll noch vernĂŒnftig:

  • GemĂ€ĂŸ Jagdgesetz wird nur auf fliegende GĂ€nse geschossen, dabei wird meist hochgiftiges Bleischrot verwendet. Das ist nicht nur wegen der Verseuchung der Böden mit Blei problematisch.
  • Es ist praktisch unmöglich, exakt auf einen fliegenden Vogel zu schießen. Wenn man mitten in einen Vogelschwarm schießt, verletzt man einen Großteil der Tiere nur. Sie sterben frĂŒher oder spĂ€ter qualvoll an den Folgen des Beschusses.
  • Die kleinen Metallkugeln werden von grĂŒndelnden Enten o. GĂ€nsen bei der Nahrungssuche aufgenommen, verbleiben oft im Verdauungstrakt und vergiften die Vögel nach und nach.
  • Vergiftete Vögel können dadurch eine Gefahr fĂŒr Beutegreifer sein.
  • Auf unnatĂŒrliche Weise dezimierte Populationen streben danach, die Verluste wieder auszugleichen: die Vermehrung nimmt zu. Es entsteht ein widernatĂŒrlicher Kreislauf.
Besonderheit einer Jagd im Stadtgarten Neuss:
  • Rund um den Stadtgarten gibt es eine vollstĂ€ndig geschlossene Wohnbebauung. Auch KindergĂ€rten gehören zu den direkten Anliegern. Traumatisierte oder anderweitig verletzte Kinder und erwachsene Anwohner durch herabstĂŒrzende blutige Tierkörper in Schulen und GĂ€rten sind die Folge!
  • Der LĂ€rm der SchĂŒsse einer Treibjagd schreckt auch alle anderen Wildtiere auf und veranlasst freilaufende Hunde zur Flucht auf die umgebenden Straßen.

Die Lösung

Unsere angestrebte Lösung, die wir mit Experten aus unterschiedlichsten Bereichen zusammen erarbeitet haben, sieht folgendes vor:
  • Als kurzfristige Lösung eine Relokation (Umsiedlung) ĂŒberzĂ€hliger BestĂ€nde an andere Orte
  • Als mittelfristige Lösung können alte MauserplĂ€tze unattraktiv gemacht werden (evtl. m. Droneneinsatz)
  • Als langfristige Lösung hilft eine Reduktion der Gelege durch Ei-Austausch
  • Flankiert werden diese AnsĂ€tze durch Schaffung neuer ArbeitsplĂ€tze im Bereich der FlĂ€chenreinigung

Bitte helfen Sie

  • der Stadt, eine vernĂŒnftige Lösung zu wĂ€hlen
  • unseren Kindern, Tieren mit Respekt und Liebe begegnen zu können
  • den liebevollen GĂ€nsefamilien, friedvoll mit den anderen Neusser BĂŒrgern zusammenzuleben
  • uns, die Stadt Neuss und ihre Tiere wieder zusammenzubringen

Unterschreiben Sie die Petition online auf https://weact.campact.de/petitions/keine-gansejagd-in-der-stadt

Erhellende Links zum Thema:

Mehr zum Thema Artenschutz und Vogelschutz findet man auf der Internetseite vom Bundesamt fĂŒr Naturschutz, BfN, unter https://www.bfn.de/


Details zum Artenschutz findet man im Wissenschaftlichen Informationssystem zum Internationalen Artenschutz WISIA

DarĂŒberhinaus gilt das Bundes-Naturschutzgesetz sowie die
Sie wollen selber aktiv Unterschriften zu sammeln? Drucken Sie sich die Unterschriftenliste aus:
Sie wollen mehr zu unseren tierischen Nachbarn erfahren? Schauen Sie unter notpfote.de/gaia nach…

Danke fĂŒrs Lesen und hoffentlich Bis Bald in einem sauberen GĂ€nse-Park!

 

* Die einzige von der Stadt „konsequent“ durchgefĂŒhrte Maßnahme zur Populationskontrolle war die erfolglose Belegung der Insel im Jröne Meerke mit Reisig im Jahr 2014.