Wildtiere

Wildtiere – die Verlierer im Tierschutz

Feldhasenpaar

Feldhasenpaar

Wie bereits auf unserer Seite Tier-Notruf und Erste Hilfe bei Fundtieren angesprochen, haben gerade Wildtiere keine Lobby.
Ob die „verhassten“ Straßentauben – die letztendlich auch nur ein Produkt der „sportlichen“ Brieftaubenzüchter und verliebter Hochzeitspaare sind – oder ihre schwimmenden KollegInnen, die sich in von „Hobby“-Anglern zurückgelassenen Nylonschnüren verstümmeln bis zum durch Baum- und Heckenschnitt verwaisten Küken oder dem verletzten Eichhörnchen, Marder, Igel oder Fuchs – sie alle haben eins gemeinsam:

Fuchswelpe

Fuchswelpe

Städte und Kommunen zahlen nicht für sie – weder für die Rettung, noch für Unterbringung oder medizinische Versorgung. Auch Tierärzte springen nur selten in die Bresche und behandeln ein eingeliefertes Tier pro bono. Tierheime verfügen durch ihre Spezialisierung auf Hund, Katze und Kaninchen in der Regel ebenfalls kaum über Fachwissen, geschweige denn personelle oder räumliche Kapazitäten. Denn neben Katz‘ und Hund in einer Box fühlt sich ein Wildtier auch nicht sicher…

Baby Steinmarder

Baby Steinmarder, mit Bandage gegen das „Nuckeln“ (Einnahme von Eigenurin)

Und auch der tierliebe Bürger, der sein Fundtier in professionelle Obhut übergeben möchte, steht – zumindest in unserem direkten und benachbarten Wirkungskreis Düsseldorf, Neuss und Dormagen durch die im oben verlinkten Artikel beschriebene Situation erst einmal allein auf weiter Flur.

Vogel gefunden, was nun?

Vogel gefunden, was nun?

Natürlich kann man mit einer Anleitung wie der folgenden erst einmal Soforthilfe leisten, die Aufzucht, Pflege, medizinische Versorgung und Auswilderung sollte jedoch Fachleuten vorbehalten sein.

Wie alles begann

Als uns das Veterinäramt im Jahr 2019 anfragte, ob wir diese Lücke nicht schließen könnten, fingen wir an zu rotieren: Für uns ist es eine moralische Verpflichtung zu helfen und da wir selbst die Fachkompetenzen nicht aufbringen konnten, haben wir uns Spezialisten an Bord geholt:

Heckenbraunelle, Ästling

Mit Herbert Zitzelsberger, Bj. 1952, haben wir DAS Urgestein des regionalen Wildtierschutzes als neue Notpfote gewinnen können! Herbert hat schon als Kind in der Auffangstation seines Vaters und später viele Jahre beim durch das Bundesverdienstkreuz für seine Arbeit geehrten Werner Döhring gelernt und betrieb bereits seit 2011 eine Hegeanlage im Neusser Norden.

Unter dem Gesamtprojekt Wildpfote – Waisen- und Findelkinder (WWF) vereinen wir Herberts umfassende Wildtier-Kompetenz mit der Notpfote. Derzeit betreut also ein Team von lediglich drei SpezialistInnen (je eine/r pro Schicht), bereits 8 Wildkaninchen, 1 Amsel, 1 Elster, 4 Igel und 7 Steinmarder.

Ein passendes Gelände haben wir auch schon pachten können. Es liegt eben und abseits – weit weg vom Alltagsstress / Lärm / Autos / Straßen usw. angrenzend an einen Waldrand im Landschaftsschutzgebiet des Rhein-Kreis Neuss. Wir sind jedoch kein Tierheim, geregelte Öffnungszeiten gibt es nicht! Finder kontaktieren das Pflegeteam telefonisch (oder per Whatsapp) unter +49 177 4755530. Durch diese geringe Besetzung kann KEINE ABHOLUNG der Tiere erfolgen – die Adresse zur Anlieferung gibt es per Telefon.

Die Adresse/Lage der Auswilderungsstation wird bewusst nicht hier (oder woanders) kommuniziert, um unkontrollierte „Abgaben“ dort zu vermeiden.

schlafendes Eichhörnchen

schlafendes Eichhörnchen

Wildpfote – Waisen- und Findelkinder (WWF): Unser Ziel

  • Aufnahme und Beherbergung der Fundtiere
  • Kontrolle der Findlinge auf äußerliche Verletzungen
  • Tierärztliche Versorgung falls nötig
  • Pflege und Aufzucht der uns anvertrauten Tiere
  • Beratung und Hilfestellung zu Problemlösungen
  • Die veterinärmedizinisch/medizinisch versorgten und geheilten Tiere oder Jungtiere nach erfolgreicher Aufzucht, werden nach einer Vorbereitungsphase in ihre Lebensräume entlassen.

Wenn Sie unser Ziel mit unterstützen möchten, finden Sie HIER (klick!) ein paar Anregungen dazu. Über das Spendenkonto der Volksbank Düsseldorf
BLZ 30160213 | KtoNr 3304402015 | IBAN: DE27301602133304402015 | BIC: GENODED1DNE und dem Verwendungszweck „Wildtierprojekt“ können Sie dieses Projekt auch direkt fördern.