Straßentiertötung in Marokko
Straßentiertötungen zur Fußball-WM in Marokko verhindern
2030 findet in Marokko die Fußball WM statt. Zu diesem Anlass plant das Land, bis zu drei Millionen Straßenhunde zu töten, damit die Straßen sauber aussehen und sich Besucher:innen des Turniers von den Tieren nicht gestört fühlen.
Das ist ein Phänomen, das wir leider immer wieder beobachten: Wo große, vermeintlich wichtige Events stattfinden, gehören Straßentiere nicht ins Stadtbild. Viele Länder entscheiden sich in solchen Fällen für eine sogenannte “Säuberung” und denken damit nicht langfristig und vor allem nicht tierschutzkonform.
Die Tötung ist kein geeignetes Mittel, um die Population von Straßenhunden langfristig zu verringern. Neue Hunde nehmen die nun freien Plätze der getöteten Tiere ein und es überleben mehr Jungtiere, da sie den frei gewordenen Lebensraum und die frei gewordenen Ressourcen wie Futter nutzen können. Der Effekt ist daher nur kurzfristig.
In den Jahren bis zur WM wäre noch genug Zeit, den präventiven und tierschutzkonformen Weg zur Reduzierung und Kontrolle der Straßenhund-Population zu gehen: Einfangen, Kastrieren und Impfen, wieder Freilassen.
Notpfote in Marokko
Wir waren im September 2023 das erste Mal in Marokko, um uns um die bei großen Erdbeben verletzten Tiere zu kümmern. Seit Mai 2025 arbeiten wir gemeinsam mit lokalen Tierschützer:innen, um gegen die Tötung der Straßentiere für die Fußball WM zu kämpfen.
Wie wir kämpfen:
- Wir unterstützen ein Tierheim vor Ort, welches Straßenhunde aufnimmt und in Sicherheit bringt. Dieses Tierheim soll erweitert und umfangreich renoviert werden, damit dort möglichst viele Tiere ein sicheres Übergangszuhause haben.
- Wir führen Kastrationsprojekte durch und kümmern uns um die gesundheitliche Versorgung möglichst vieler Straßentiere vor Ort.
- Wir reden, diskutieren und klären auf. Wir fordern das Königshaus, die Fußballwelt und vor allem die FIFA dazu auf, ihren gigantischen Einfluss zu nutzen, um Druck auf die örtlichen Behörden aufzubauen. Außerdem versuchen wir, Kontakte aufzubauen, um die Politiker:innen zu erreichen, die vor Ort den Unterschied machen können.
Kein Sport-Event und kein Fußballspiel – egal wie groß und wichtig es uns erscheint, rechtfertigt die Tötung wehrloser Lebewesen. Lasst uns gemeinsam laut werden und uns für die Tiere in Marokko einsetzen. Auch im Sinne vieler Fußballfans und vieler tierlieber Menschen, die die WM in Marokko besuchen oder im Fernsehen verfolgen möchten.
