Shelter Dogs – Europas vergessene Seelen

Shelter Dogs sind Hunde, die noch im Shelter unserer Partner-Organisationen in Ungarn, Rumänien oder Spanien sitzen und auf ihre Ausreise warten. Shelter sind Auffangstationen und töten i.d.R. nicht.  Sie evakuieren Tiere aus den staatlichen Tötungen und nehmen Abgabetiere auf. Diese Non-Killing-Shelter hier sind registrierte und nach EU-Richtlinien arbeitende Tierheime und werden liebevoll und mit hohem Arbeitseinsatz geführt. Leider sind sie immer chronisch überfüllt. Die Tiere werden hier siebenfach(!) geimpft und gechippt und auf Verträglichkeit mit Hunden, Katzen, Kindern getestet. Für jedes Tier, das wir von hier direkt vermitteln können, kann wieder eines aus den Tötungen geholt werden…

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Ungarn

Peter Nagy leitet trotz schwerer Krankheit seit 15 Jahren die „Menschen für Tiere Stiftung“ in Györ. Er betreut dort, unterstützt von der Tierärztin des Györer Zoos, Eszter Ponty und einigen freiwilligen HelferInnen, momentan 240 Hunde und 60 Katzen – plus diverse Pflegestellen, die er vor Ort unterstützt. Hier könnt ihr Euch in zwei Interviewbeiträgen der ungarischen Lokalpresse einen Eindruck von Peter und seiner Auffangstation machen – und nicht vergessen, DIESE Hunde werden medizinisch betreut und mit Futterspenden versorgt, ihren ungeschützten Verwandten geht es nicht so gut…


Viele der Tiere sind trotz ihrer Erlebnisse völlig sozialisiert und verträglich. Einige von ihnen könnt Ihr hier schon sehen. Sie sind alle bereits durchgeimpft und kastriert. Bei Interesse kann eine Ausreise binnen 10 Tagen realisiert werden. Hier ein paar Impressionen aus Györ im Oktober 2014:

Und hier ein aktueller Bericht aus Mai 2020 von unserer Reise mit #SimoneSombecki von #TSEZ (Tiere suchen ein Zuhause) im November 2019 unter Leitung unserer Lieblingsredakteurin Elaine Schnee von ace1tv für den Westdeutschen Rundfunk (WDR)

Rumänien

Seit dem durch die internationale Presse bekannten Vorfall des „von Straßenhunden getöteten 4jährigen Jungen“ im September 2013 tobt der Mob in den Straßen. Jede Nacht werden von überforderten und verängstigten rumänischen Tierliebhabern Hunde einfach über den Zaun auf das Gelände des Shelters geworfen. Hier ein paar Eindrücke:

Weitere Einzelheiten zur Situation in Rumänien findet ihr – in jugendfreier Form – auch hier. Alle diese Hunde müssen tiermedizinisch versorgt und durchgefüttert werden, daher auch unsere Spendenaufrufe nach Futter- und Sachspenden.

Spanien

Auch in Empurien arbeitet ein engagiertes Team gegen die zunehmende Zahl an Straßentieren. Besonders die Anzahl der Streunerkatzen ist kaum in den Griff zu bekommen. Deshalb haben wir uns mit unseren Kastrationsprojekten an diesem Standort zunehmend auf diese Katzen konzentriert und bieten auch hier der Bevölkerung an, ihre privaten Freigänger ebenfalls im Shelter kastrieren zu lassen – natürlich die Versorgung der Hunde zu vernachlässigen…

Alle bereits in Deutschland befindliche Tiere finden Sie HIER