SofortHilfe für Rumäniens Straßenhunde

Bitte verzeiht, dass wir erst heute mit einem Artikel zur Situation in Rumänien nachrücken, aber wir hatten alle Hände voll zu tun, SofortHilfe für Rumäniens Straßenhunde einzuleiten und zu koordinieren…

Für die, die bislang noch nicht oder nur unzureichend über den aktuellen (Ausnahme-)Zustand in Rumänien (des)informiert sind, hier ein kurzer, vereinfachter Umriss der Situation:

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Vor ca. 40 Jahren siedelte der damalige Herrscher sein Volk aus ihren Häusern in Plattenbauten um. Dabei konnten Hundehalter ihre Tiere nicht mitnehmen und ließen sie in den Straßen zurück, wo sie sich natürlich reichlich vermehrten.

Seit ca. 10 Jahren fließen neben EU-Geldern auch Geld- und Sachspenden aus aller Welt auch nach Rumänien, um Tierheime zu entlasten und Kastrationsaktionen durchzuführen. Aktuelle Zahlen sprechen dabei von EUR 250,- pro Hund. Dies will zu dem durchschnittlichen Monatseinkommen von EUR 350,- in Relation gesetzt werden…

Anscheinend sind diese Gelder dort jedoch nur in den seltensten Fällen tatsächlich beim Hund angekommen, sondern wurden vorher bereits von korrupten Politikern, Tierärzten, Tierheimbetreibern und der so genannten „Hunde-Mafia“ abgezweigt. Infolgedessen wird die Zahl der Streuner-Hunde allein in der Hauptstadt Bukarest derzeit auf 60-100.000 beziffert!

Logischerweise gibt es zwischen den Hunden und den Menschen dort regelmäßig Konfrontationen, die für die einen mit Bissverletzungen, für die anderen nicht selten mit dem Verlust des Lebens enden. Auch dazu gibt es unterschiedliche Zahlen aus unterschiedlichen Quellen: zwischen 3000 und 10000 Bissverletzungen sollen pro Jahr verzeichnet worden sein.

Da zum einen die Wertschätzung der Spezies Hund durch den Großteil der Bevölkerung eher gering ist und zum anderen auch häufig Kinder Opfer von Bissverletzungen werden, war die Volkeswut gegen Straßenhunden wie auch deren Tier(be)schützer schon mehrfach entfacht und durch die Medien geschürt worden. Nun wurde letzte Woche ein Vierjähriger als jüngstes Todesopfer der „blutrünstigen Straßenhunde“ präsentiert und der amtierende Präsident zusammen mit dem Bürgermeister von Bukarest beschwichtigten das Volk mit einem Erlass zur Tötung aller Straßen- und Tierheimhunde. Um diese Säuberungsaktion zu beschleunigen wurden Kopfgelder für jeden selbst getöteten Hund ausgesetzt.

Soviel zur Historie.

Aktuell berichten uns Einwohner von Menschenmassen, die mit Eisenstangen und Benzin auf jedes Tier losgehen, das sie sehen – ungeachtet der Größe, des Alters, ob an der Leine oder auf Privatgrund, trächtig oder Welpe – die Menge ist wie im Blutrausch.

Die Gerüchteküche brodelt, die staatshörigen Medien tun ihr Übriges, um zu verschleiern und zu desinformieren. Wir für unser Teil haben derzeit keine „Lieblingstheorie“ und es ist auch so furchtbar wie egal, ob der Vierjährige Opfer eines Kindesmissbrauchs war oder wer sich für die Vernachlässigung der Aufsichtspflicht verantworten sollte.

Fakt ist: der Tod des Vierjährigen kam der Führung und den Medien sehr gelegen – u.a. auch um von den Protesten gegen das Goldprojekt in Roşia Montană abzulenken.

Fakt ist aber auch, dass dort schnell gehandelt werden muss, wenn nicht hunderttausende Hunde grausam zu Tode gequält werden sollen! Das Morden in den Straßen hat bereits vor dem Wochenende begonnen!

Daher haben wir uns bereits  vor Tagen mit verschiedenen anderen Organisationen vernetzt und versuchen so viele Leben als möglich zu retten. Dazu dient ein Auffanglager, das ca. 60km vor Bukarest in ländlicher Gegend errichtet werden soll. Von den möglichen 12.000qm Land, die uns dort ermöglicht wurden, sind bereits 3.000qm eingezäunt. Unsere Kollegen aus Österreich haben mit den Baumärkten Obi und Hornbach Kooperationen geschlossen, die hier gesammelten Spenden, so zu sagen „ohne möglichen Schwund“, in Materialauslieferungen direkt vor Ort umzuwandeln. Elke Richter vom Hippo Canis Shelter verhandelt derzeit mit Logistikunternehmen über eine Direktverbringung der bisher gesammelten Sachspenden. Neben unserer Unterstützung beim Aufbau eines Shelters in Ungarn, geht momentan die meiste Energie in Richtung Rumänien.

„Wie kann ich helfen?“

  • adoptiere ein Tier – wenn dies nicht geht, stelle dich als Übergangs-/Pflegestelle zur Verfügung
  • zeichne die Petitionen, die im Umlauf sind – der Druck wird benötigt – aber Achtung, vorher lesen (siehe auch hier) – UPDATE 2015/10: Derzeit uAn wichtigste Petition ist diese hier 
  • nimm´ dein EU-Recht wahr
  • bleib informiert – verzichte auf quotengeile Werbesender oder die „Intellektuellen-BILD“ Spiegel oder Focus, gut informiert erscheinen uns u.a. die Kollegen vom bmt
  • vernetze dich, verteile dein Wissen und rege andere an, aktiv zu werden – live oder social auf Facebook
  • spende, was du nicht benötigst – oder schau auf unsere Wunschliste bei Amazon und hier z.B. an :
  • TSV Notpfote animal rescue e.V. – Spendenkonto Volksbank Düsseldorf Neuss
    • Bankleitzahl 30160213 | Kontonummer 3304402015
    • IBAN: DE27301602133304402015 | BIC: GENODED1DNE
    • oder über Paypal an paypal@notpfote.de (Spenden-Button hier auf der Seite links oben)
  • und zuletzt: bleib ruhig (auch wenn´s schwer fällt!) – kein blinder Aktionismus, keine Hasstiraden – illegale Ad-hoc-Aktionen und -Transporte erschweren den legalen Tierschutz!

 

Ach, übrigens:

Der Bürgerbeauftragte von Rumänien nimmt Beschwerden gegen die rumänischen Behörden auf nationaler und örtlicher Ebene entgegen. Die Anschrift des nationalen Bürgerbeauftragten von Rumänien lautet:

Avocatul Poporului
Eugeniu Carada 3
Sector 3
RO-71204 Bucuresti
Rumänien
Telefon: +40 21 312 71 34
Fax: +40 21 312 49 21
Website: http://www.avp.ro/

Und wusstet Ihr auch, dass man aus dem Internet kostenlos ins Ausland faxen kann? Beispielsweise über http://www.freepopfax.com/

 

Wer die Füße nicht stillhalten kann: es gibt im Jahr 2013 folgende Mahnwachen gegen das Hundeabschlachten in Rumänien in den folgenden Städten:

  • Do 12.09. 17:00h Muenchen Effnerplatz
  • Fr 13.09. 11:00h Bonn Rumaenisches Konsulat
  • Fr 13.09. 11:00h SCHWEIZ/Zuerich Hauptbahnhof
  • Fr 13.09 19:30-20:15h Nürnberg / weißer Turm
  • Sa 14.09 10:00h Osnabrück, Adolf-Reichwein Platz
  • Sa 14.09. 11:00h Muenchen Marienplatz
  • Sa 14.09. 14:00h Berlin Alexanderplatz
  • Sa 14.09. 11:00h Muenchen Marienplatz
  • Sa 14.09. 15:00h Heidelberg Bismarckplatz
  • Sa 14.09 15:00h Paderborn Rathaus
  • Sa 14.09. 14:00h Braunschweig Schlossplatz
  • Sa 14.09. 14:00h AUSTRIA/Wien Rumaenische Botschaft
  • Do 19.09. 19:00h Hameln Stadtgalerie
  • Sa 21.09. 13:00h Frankfurt/M. Zeil Hauptwache
  • Sa 21.09. 13:00h Stuttgart Schellingstrasse
  • Mo 23.09 11.00h ITALIA/Milano, Via Cignese 2
  • Fr 13.09. 13-16 Uhr + 16-18 Uhr Hamburg Herrengraben/Ludwig-Erhard-Strasse
  • Sa 14.09. 14 Uhr CH Bern Helvetiaplatz
  • So 15.09. 11 Uhr Stuttgart Kronprinz Platz
  • Fr 20.09. 17 Uhr Hamburg Hauptbahnhof
  • Sa 21.09. 12.30 Uhr NL Den Haag Malieve

 

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  • sachspenden tierschutz rumänien

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