Vorkontrollbogen des TSV Notpfote

Was sind Pflegestellen und wie kann ich eine werden?

Eine Pflegestelle (PS) übernimmt von uns ein gerettetes (geimpftes, gechiptes, i.d.R. kastriertes) Tier solange, bis es auf seine Endstelle (ES) vermittelt wird. Dies dauert in der Regel wenige Tage bis Wochen, kann im Ausnahmefall jedoch auch einige Monate in Anspruch nehmen. In manchen Fällen wird die PS auch durch spontanes und dauerhaftes Auftreten heftigen Verliebtseins ganz von selbst zur ES  (o:  Diese so genannten „Pflegestellenversager“ – zu denen wir im Übrigen auch uns schon diverse Male zählen durften – sind den Tieren wie auch uns jedoch sehr sympathisch…

Unsere PS sind 1. durch unsere Vereinsversicherung gegen eigene und Schäden Dritter abgesichert und erhalten 2. – nach Absprache – auch die Tierarzt-(TA)-Kosten erstattet. Dabei gilt folgendes zu beachten:

  1. Die Versicherung setzt selbstverständlich verantwortungsvolles Handeln seitens des Pflegestellen-Halters voraus und steigt bei grober Fahrlässigkeit (s.u.) aus der Haftung aus
  2. Da wir als gemeinnütziger Verein ohne Gewinnerzielungsabsicht handeln, arbeiten wir selbst im Optimalfall lediglich kostendeckend, d.h. wer finanziell in der Lage ist, TA-Kosten zu einem Teil selbst zu tragen, steuert damit einen weiteren Teil zu aktiv gelebten Tierschutz (TS) bei…

Es besteht während der Pflegezeit die Auflage, das Tier nur doppelt gesichert (Geschirr + Schlinge/Würger ) auf öffentlichem und/oder ungesicherten Gelände auszuführen. Diskussionen über Schlingen/Würgehalsbänder führen wir bereits seit langer Zeit nicht mehr: viele Tiere sind verängstigt und/oder traumatisiert und kennen ein Leben außerhalb von Zwingern, überfüllten Sheltern oder Schlimmerem nicht. Die vielen Tiere, die vertrauenseeligen Neu-Haltern aus dem Halsband direkt vors Auto gesprungen sind, geben dieser Maßnahme zum Schutz des Tieres Recht. Eine entsprechende Klausel ist von daher auch unserem Vereinsjuristen rechtswirksam im Pflegestellenschutzvertrag verankert, da wir bis zur Endstellenübergabe weiterhin gesetzlich als Eigentümer gelten.  Eine Umwandlung vom PS- zum ES-Vertrag ist jederzeit möglich und sogar erfreulich.

AdopTIEREn leicht gemacht: Fragebogen für Vorkontrollen (VK) bei End- und Pflegestellen (ES/PS)

Hier der Vertrag und der Vorkontrollbogen zum Herunterladen: 

Bei jeder unserer End- oder Pflegestellen wird von uns vor jeder weiteren Zusammenarbeit eine so genannte Vorkontrolle durchgeführt. Diese soll sicherstellen, dass unsere Schützlinge und die Adoptiv- oder Pflegestellen dauerhaft zusammenbleiben können. Dabei werden sowohl die häusliche Situation als auch die Umgebung auf „Hundekompatibilät“ geprüft.

Natürlich kann niemand plötzliche Trennungen oder andere Katastrophen voraussehen, aber mit ein wenig Vor-Sicht lässt sich zumindest auch für den „Fall des Falles“ Vor-Sorge tragen. Folgende Punkte werden nach positiver Beurteilung der Wohnsituation (inkl. evtl. Gartensicherheit) „abgeklopft“.

Vorkontrollbogen des TSV Notpfote

 

Aber man muss nicht alles glauben, was eine Organisation schreibt: auf Facebook findet Ihr aktuell ca. 100 Erfahrungsberichte von glücklichen End- und (Ex-)Pflegestellen. Und sollte eine VK dennoch einmal negativ ausfallen, so kann man/frau HIER weitere Möglichkeiten zur Unterstützung des Tierschutzes finden. Oder Ihr wollt Euch bei einem anderen Verein umsehen, dann findet Ihr HIER worauf Ihr achten solltet…

Das letzte Wort soll aber auch hier der Hund haben.

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